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Zweitwohnsitz in Österreich: Alles, was Sie wissen müssen

Manchmal erfordern die Umstände des Lebens, dass man an mehreren Standorten aktiv ist. Ein Zweitwohnsitz kann insbesondere dann praktisch sein, wenn Sie weit weg von Ihrem Hauptwohnsitz studieren, arbeiten, in einer Fernbeziehung leben oder regelmäßig Urlaub an einem bestimmten Ort verbringen möchten.

Rechtliche Grundlagen für den Zweitwohnsitz in Österreich

Bevor Sie einen Zweitwohnsitz in Österreich anlegen, sollten Sie sich gründlich informieren. Die Bedingungen für Zweitwohnsitze sind in den Landesraumordnungsgesetzen der einzelnen Bundesländer festgelegt. Besonders in westlichen Bundesländern wie Tirol oder Salzburg gibt es strenge Regelungen, da die Nachfrage nach Ferienimmobilien dort sehr hoch ist.

Was definiert einen Zweitwohnsitz?

Ein Hauptwohnsitz ist der „Mittelpunkt der Lebensbeziehungen“, wie etwa Arbeit oder Familie. Ein Zweitwohnsitz oder Nebenwohnsitz wird durch einen „Anknüpfungspunkt von Lebensbeziehungen“ definiert, z.B. ein Studium oder eine regelmäßige Freizeitaktivität. In Österreich können mehrere Nebenwohnsitze angemeldet werden.

Vorteile eines Zweitwohnsitzes in Österreich

Die Anschaffung eines Zweitwohnsitzes bringt einige finanzielle und praktische Vorteile mit sich. Er ermöglicht eine hohe Flexibilität und kann als zusätzliches Investment zur Altersvorsorge dienen. Zudem können Sie Mieteinnahmen generieren, wenn Sie die Immobilie touristisch vermieten. Doch die jeweilige Gemeinde entscheidet darüber, wie eine Immobilie genutzt werden darf.

Meldepflicht für Zweitwohnungen

Gemäß dem österreichischen Meldegesetz müssen Sie sich innerhalb von drei Tagen an der neuen Adresse anmelden. Das gilt für Haupt- und Nebenwohnsitze gleichermaßen. Hierfür benötigen Sie bestimmte Unterlagen, wie einen ausgefüllten Meldezettel, einen Lichtbildausweis und einen Identitätsnachweis, welche beim jeweiligen Meldeamt eingereicht werden müssen.

Weitere Aspekte: Was ist noch zu beachten?

Es ist ratsam, zwischen einem Zweitwohnsitz und einem reinen Ferienwohnsitz zu unterscheiden. Zudem sollten Sie bedenken, dass der Zweitwohnsitz auch Einschränkungen mit sich bringt, wie z.B. die Tatsache, dass an bestimmten Wahlen (primär der Gemeinderatswahl) nicht teilgenommen werden kann. Auch Förderungen könnten potentiell lediglich für Hauptwohnsitze gelten. Ein etwaiger Besuch eines Kindergartens beziehungsweise einer Schule kann ebenso auf einen Hauptwohnsitz beschränkt sein.

Kosten und Gebühren eines Zweitwohnsitzes

Die Kosten für einen Zweitwohnsitz in Österreich können variieren, da es keine einheitliche Zweitwohnsitzsteuer gibt, diese wird von den Bundesländern geregelt. So erhebt beispielsweise Tirol ebendiese Steuer für Ferienwohnsitze ein, während Zweitwohnsitze von Berufspendlern befreit sind. Zusätzlich zu den Steuern ergeben sich weitere Gebühren wie Haushaltsversicherung und Betriebskosten. Für einen ausschließlichen Nebenwohnsitz ist seit dem 01.01.2024 kein ORF-Beitrag (vormalig GIS-Gebühr) mehr zu zahlen.

Résumé

Ein Zweitwohnsitz kann sowohl praktische als auch finanzielle Vorteile bieten. Allerdings sind auch diverse Regelungen und Gebühren zu beachten. Sorgfältige Planung und Beratung sind daher unerlässlich.

Rechtsanwalt in Salzburg | RA Mag. Bernhard Brandauer LLB.oec

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